Ampelsysteme für Entlastungen in Leibnitz

Land Steiermark und ASFINAG setzen wichtige Maßnahmen

NR-Abg. Josef Muchitsch, Leibnitz Bgm. Michael Schumacher, LH-Stv. Anton Lang und BBL-Chef Wolfgang Fehleisen (v.l.). © Land Steiermark
NR-Abg. Josef Muchitsch, Leibnitz Bgm. Michael Schumacher, LH-Stv. Anton Lang und BBL-Chef Wolfgang Fehleisen (v.l.).
© Land Steiermark

An den Knotenpunkten im Raum Leibnitz besteht schon jetzt ein hoher Verkehrsdruck. Vor allem am Knoten Gralla kommt es in den Spitzenstunden immer wieder zu Rückstau auf die Autobahn. Als kurzfristige Maßnahme wurde bereits die Verzögerungsspur an der A9 durch die ASFINAG entsprechend verlängert, um unter anderem die Verkehrssicherheit zu erhöhen.  

Um allerdings entsprechende und zukunftsorientierte Lösungen zu finden, hat das Land Steiermark gemeinsam mit der ASFINAG und der Region eine Verkehrsuntersuchung beauftragt und durchgeführt. Diese ist als Basis unbedingt erforderlich, um bestmögliche Verkehrslösungen für die Zukunft zu finden.

Das Planungsgebiet umfasste dabei die gesamte Region an der A9 von der Anschlussstelle Leibnitz bis zu jener in Gersdorf im Süden. Damit wird eine gesamtheitliche Betrachtung gewährleistet, wobei das Hauptaugenmerk auf den Knoten Gralla gerichtet war.

„Zu Beginn der Untersuchungen wurde als Basis ein Verkehrsmodell für die bestehenden Verkehrszahlen im Jahr 2020 ermittelt, das unter anderem Zählungen und automatisierte Messungen nach dem Stand der Technik beinhaltete. Daraus ergab sich schon im jetzigen Bestand eine fast hundertprozentige Auslastung der wichtigsten Knoten in den Spitzenstunden", erklärt Baubezirksleiter Wolfgang Fehleisen

Diese Basisdaten wurden in weiterer Folge auf eine zukünftige Verkehrsprognose für das Jahr 2040 hochgerechnet. Mit einbezogen wurden dabei die zukünftige Auslastung der Gewerbe- und Wohnflächen, die Zunahme des Verkehrs und etwaige Ausbauten im Bereich der Infrastruktur.

Daraus ergibt sich eine prognostizierte Steigerung der Verkehrszahlen auf der Hauptachse um 19 Prozent und somit eine Überlastung der wesentlichen Knoten von über 100 Prozent.

„Aufgrund der Ergebnisse dieser in Auftrag gegebenen Untersuchung setzen wir nun gemeinsam mit der ASFINAG erste Maßnahmen. Konkret werden wir die Qualität am Autobahnknoten Leibnitz-Gralla deutlich verbessern. Ziel ist es den Knoten mit einem Ampelsystem, ähnlich dem Weblinger Kreisverkehr, zu versehen", sagt Verkehrsreferent und Landeshauptmann-Stv. Anton Lang.

Das Projekt geht nun in die Detailplanung um danach so schnell wie möglich umgesetzt werden zu können.

„Als weiteren Schritt werden wir den an die A9 anschließenden ´OBI-Kreisverkehr´ mit einer gesteuerten Ampel ausstatten. Dadurch wird es zu wesentlichen Verbesserungen für die Verkehrsteilnehmer:innen kommen", sagt Lang, der auch betont: „Wir haben die S-Bahn von Leibnitz nach Graz bereits mit einem 30-Minuten Takt ausgestattet. Mit der Eröffnung des Koralmtunnels werden wir hier noch einmal Verbesserungen erzielen können, weshalb ich natürlich hoffe, dass in Zukunft noch mehr Steirerinnen und Steirer vom Auto auf unsere Öffis umsteigen."

Nach Umsetzung des OBI-Kreisverkehres werden die Auswirkungen auf die nachfolgenden Kreisverkehre genau untersucht, um gegebenenfalls weitere Maßnahmen zu setzen.

„Wir haben hier gemeinsam mit dem Land ein sehr wichtiges Projekt erarbeiten können. Diese Maßnahmen werden die Sicherheit und den Verkehrsfluss im gesamten Bereich deutlich verbessern", sagt Gernot Guttmann, Planungsleiter der ASFINAG.

5. September 2022

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